Drei oder Orange?

Der kleinste und jüngste Handynetzbetreiber Drei in Österreich kaufte den Anbieter Orange. Von vier auf drei Anbieter verringert sich die Anzahl der Anbieter auf dem österreichischen Handymarkt. Der Kaufpreis für die Komplettübernahme von Orange beträgt etwa 900 Millionen Euro. Grund für die Übernahme sind Umsatzsteigerungen und eine Expansionsstrategie von Drei.

Ein Argument für die Übernahme von Orange ist, dass die Übernahme keine unmittelbaren Auswirkungen auf bestehende Verträge von Orange hat. Die Verträge von Orange-Kunden laufen einfach aus. Drei wird auch Orange-Kundschaft mit so günstigen Tarifen Umstiegsangebote machen. Für Orange-Kunden mit älteren Tarifen werden auch günstigere Umstiegsangebote vorgelegt. Aufgrund der geringen Zahl der Mobilfunkbetreiber bedeutet dies langfristig weniger Kampf um Preise und nicht so viel Anbieterwettbewerb. Dies ist preislich von Nachteil für die Kunden. Nachteilig für die Kunden ist auch, dass kein außerordentliches Kündigungsrecht besteht, da die Verträge ohne Änderung in der Regel weiterlaufen. Der Empfang wird besser werden. Beide Mobilfunknetze werden optimiert. Das Netz der Basisstationen wird von 9000 auf 7000 bis 6000 ausgedünnt. Weiter bestehen bleibt die Vorwahl 0699. Für die Rechnungen wird dann Drei der Rechnungsabsender sein. Von der Unternehmenszielsetzung von Drei wird es abhängen, wie viele Orange-Shops als Partner weitergeführt werden.

Fazit: Durch die Verringerung der Anzahl der Mobilfunkanbieter wird langfristig weniger Kampf um Preise sein mit entsprechenden Auswirkungen auf den Preis und die Kunden.

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